Ein kurzer Schmerz beim Anziehen der Schuhe, ein unangenehmes Ziehen am Finger oder Druck am Zeh: Wenn das Nagelbett entzündet ist, kann der Alltag schnell unangenehm werden. Häufig entstehen die Beschwerden durch kleine Verletzungen, eingewachsene Nägel oder gereizte Nagelhaut.
Was ist ein entzündetes Nagelbett?
Ein entzündetes Nagelbett entsteht meist dort, wo die Haut rund um den Nagel gereizt oder verletzt ist. Das kann an Fingern und Zehen passieren. Medizinisch wird eine Entzündung im Bereich des Nagelfalzes häufig als Paronychie bezeichnet. Sie betrifft das Gewebe rund um Finger- oder Fußnägel.
Gerade am Zeh wird ein entzündetes Nagelbett oft durch Druck im Schuh, einen eingewachsenen Nagel oder falsch geschnittene Nägel begünstigt. An den Fingern spielen dagegen häufig Nagelhautverletzungen, Nägelkauen, häufiges Händewaschen oder kleine Schnitte bei der Maniküre eine Rolle.
Wie entzündet sich das Nagelbett?
Das Nagelbett und die umliegende Nagelhaut bilden eine natürliche Schutzbarriere. Wird diese Barriere gestört, können Reizungen entstehen und Keime leichter eindringen. Oft reicht bereits eine kleine Unachtsamkeit aus. Häufige Auslöser sind:
- zu kurz oder rund geschnittene Nägel
- eingewachsene Nagelränder
- Druckstellen durch enge Schuhe
- eingerissene oder abgeschnittene Nagelhaut
- Nägelkauen oder Knibbeln an der Haut
- kleine Verletzungen bei Maniküre oder Pediküre
- Feuchtigkeit, Reibung oder starkes Schwitzen
- häufige Belastung durch Wasser oder Reinigungsmittel
Was hilft bei einem entzündeten Nagelbett?
Wenn das Nagelbett entzündet oder deutlich gereizt ist, sollte die betroffene Stelle zunächst geschont werden. Bei leichten Reizungen können diese Maßnahmen unterstützen:
- betroffene Stelle sauber halten
- Druck durch Schuhe oder enge Handschuhe vermeiden
- Hände oder Füße nach dem Waschen gründlich trocknen
- Nagelhaut nicht schneiden, sondern nur vorsichtig pflegen
- betroffene Stelle anschließend sorgfältig trocken tupfen
- gereizte Haut mit einer passenden Pflege unterstützen
Ein lauwarmes Fuß- oder Handbad kann bei milden Beschwerden angenehm sein. Es sollte jedoch nicht zu heiß sein und nicht zu lange dauern, damit die Haut nicht zusätzlich aufweicht. Wenn die Beschwerden zunehmen, Eiter sichtbar ist oder die Rötung sich ausbreitet, ist fachlicher Rat wichtig.
Was Sie bei einem entzündeten Nagelbett vermeiden sollten
Bei einem gereizten oder entzündeten Nagelbett ist Zurückhaltung wichtig. Aggressive Hausmittel, stark reizende Lösungen oder das tiefe Ausschneiden des Nagelrands können die Haut zusätzlich belasten.
Vermeiden Sie deshalb:
- Eiter selbst auszudrücken
- mit spitzen Instrumenten am Nagelfalz zu arbeiten
- eingewachsene Nagelränder selbst tief herauszuschneiden
- Nagelhaut abzureißen oder abzuschneiden
- enge Schuhe trotz Druckschmerz weiterzutragen
- unverdünnte ätherische Öle auf gereizte Haut aufzutragen
Entzündetes Nagelbett am Zeh
Am Zeh kommen mehrere Belastungen zusammen: Schuhe üben Druck aus, Socken können Reibung verstärken und Feuchtigkeit staut sich leichter. Wird der Nagel zu rund oder zu kurz geschnitten, kann der Nagelrand in die Haut einwachsen.
Achten Sie deshalb darauf, Fußnägel möglichst gerade zu kürzen und die Ecken nicht zu tief auszuschneiden. Schuhe sollten ausreichend Platz für die Zehen bieten. Wenn ein Nagel wiederholt einwächst, der Nagelfalz stark gereizt ist oder sich Beschwerden beim Gehen verstärken, ist podologische Unterstützung sinnvoll.
Unterstützende Pflege für die Nägel
Wenn die Haut rund um den Nagel trocken, rissig oder gereizt ist, kann eine gezielte Pflege wie die Spirularin® NF Salbe dabei helfen, die natürliche Hautbarriere zu unterstützen. Der enthaltene Mikroalgenwirkstoff Spiralin® legt sich laut Produktinformation wie ein Schutzfilm um gesunde Hautzellen.
Für beanspruchte Nägel selbst können Spirularin® N Nagelserum oder Spirularin® N Nagelspray ergänzend sinnvoll sein. Das Serum eignet sich besonders für die punktuelle Anwendung auf einzelnen Nägeln, während das Spray praktisch ist, wenn mehrere Finger- oder Fußnägel gepflegt werden sollen.
Wann zum Experten beim entzündeten Nagelbett?
Lassen Sie ein entzündetes Nagelbett ärztlich oder podologisch abklären, wenn:
- starke oder zunehmende Schmerzen auftreten
- Eiter sichtbar ist
- die Rötung sich ausbreitet
- die Stelle stark geschwollen oder überwärmt ist
- der Nagel einwächst
- Beschwerden wiederholt auftreten
- Diabetes oder Durchblutungsstörungen bestehen
- Fieber oder geschwollene Lymphknoten hinzukommen
Bei einem entzündeten Nagelbett am Zeh ist eine fachliche Einschätzung besonders wichtig, wenn das Gehen schmerzt oder der Nagelrand sichtbar in die Haut drückt.
Fazit
Wenn das Nagelbett entzündet ist, steckt häufig eine kleine Verletzung, ein eingewachsener Nagel oder Druck durch Schuhe dahinter. Entscheidend ist, die Stelle nicht weiter zu reizen, Druck zu vermeiden und auf Warnzeichen zu achten. Eine passende Pflege kann die Hautbarriere im Nagelumfeld unterstützen. Bei Eiter, starken Schmerzen, Ausbreitung der Rötung oder Risikofaktoren wie Diabetes sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Fragen? Hier können gern unsere Experten via Email: info(at)ocean-pharma.de kontaktiert werden.