Neurodermitis Spirulina: Studie zu Spiralin® und dem Hautmikrobiom bei Neurodermitis

Neurodermitis ist für viele Betroffene mit trockener Haut, Juckreiz und empfindlichen Hautstellen verbunden. Neben der Hautbarriere spielt auch das Hautmikrobiom eine wichtige Rolle. Darunter versteht man die Gesamtheit der Mikroorganismen, die auf unserer Haut leben.

Eine wissenschaftliche Studie untersuchte deshalb, ob ein Gel mit dem Mikroalgen-Extrakt Spiralin® aus Spirulina platensis einen positiven Einfluss auf das Hautmikrobiom und den Hautzustand bei Neurodermitis haben kann.

In der im Fachjournal Skin Pharmacology and Physiology veröffentlichten Studie (2025) wurde ein Gel verwendet, das den von Ocean Pharma entwickelten Wirkstoff Spiralin® enthält. Ziel war es, erste wissenschaftliche Hinweise darauf zu gewinnen, welche Rolle Neurodermitis Spirulina in der unterstützenden Hautpflege spielen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine klinische Studie untersuchte ein Gel mit dem Mikroalgen-Wirkstoff Spiralin® aus Spirulina.
  • Nach vier Wochen zeigte sich eine größere Vielfalt der Hautbakterien in den mit Spiralin® gepflegten Hautstellen.
  • Gleichzeitig nahm die Menge des schädigenden und die Neurodermitis Symptome fördernden Hautkeimes Staphylococcusaureus stärker ab
  • Das Gel wurde insgesamt gut vertragen.

· Hintergrund: Hautmikrobiom und die Rolle von Spirulina bei Neurodermitis

Die Haut ist von Milliarden Mikroorganismen besiedelt.
Dieses natürliche Ökosystem wird als Hautmikrobiom bezeichnet. Es unterstützt
die Haut dabei, ihre Schutzfunktion zu erfüllen. Bei Neurodermitis
verändert sich dieses Gleichgewicht häufig.

Typisch sind zwei Entwicklungen:

  • Die Vielfalt der Hautbakterien nimmt ab.
  • Gleichzeitig vermehrt sich das Bakterium Staphylococcus aureus stärker.

Dieses Bakterium wird häufig mit Entzündungsprozessen und Krankheitsschüben in Verbindung gebracht.

Er wird aus der Mikroalge Spirulina platensis gewonnen. Diese Alge gehört zu den ältesten Organismen der Erde und existiert seit Milliarden Jahren. Der Extrakt besitzt natürliche antimikrobielle Eigenschaften. Vor diesem Hintergrund untersuchten Wissenschaftler, ob eine Spirulina Creme bei Neurodermitis das Hautmikrobiom unterstützen kann.

Auch andere Studien zeigen ähnliche Eigenschaften:

In einer 2025 veröffentlichten Laborstudie hemmte ein Extrakt aus Arthrospira platensis (Spirulina) das Wachstum verschiedener Bakterien und Pilze, darunter auch Hautkeime wie Staphylococcus aureus.

Ergebnisse der klinischen Studie zu Neurodermitis Spirulina

An der klinischen Studie nahmen 20 Erwachsene mit leichter bis moderater Neurodermitis teil.

Für die Untersuchung wurden jeweils zwei vergleichbare Hautstellen ausgewählt. Über vier Wochen hinweg trugen die Teilnehmer zweimal täglich auf:

  • eine Hautstelle ein Gel mit 1 % Spiralin®
  • eine zweite Hautstelle mit dem identischen Gel jedoch ohne Spiralin

So konnten die Forscher direkt vergleichen, wie sich die beiden Hautstellen entwickeln.

Verbesserte Vielfalt des Hautmikrobioms

Ein wichtiger Messwert der Studie war die sogenannte Shannon-Diversität. Sie beschreibt die Vielfalt der Mikroorganismen auf der Haut.

Nach vier Wochen zeigte sich:

  • In den mit Spiralin® gepflegten Hautstellen stieg die mikrobielle Vielfalt um durchschnittlich 16,7 %.
  • In den Vergleichsbereichen ohne Wirkstoff zeigte sich keine vergleichbare Veränderung.

Eine höhere Vielfalt des Hautmikrobioms gilt als wichtiger Faktor für eine stabile Hautbarriere.

Weniger problematische Bakterien

Zusätzlich untersuchten die Forscher die Menge des Bakteriums Staphylococcus aureus. Dieses Bakterium kommt bei Neurodermitis häufig verstärkt vor und steht mit Krankheitsschüben in Zusammenhang.

Dabei zeigte sich:

  • Spiralin®-Bereiche: 25,5 % geringere Bakterienmenge
  • Vergleichsbereiche: 9,4 % Rückgang

Die Abnahme fiel in den mit Spiralin® gepflegten Hautstellen also stärker aus. Der Unterschied erreichte in dieser kleinen Studie jedoch keine statistische Signifikanz. Die Ergebnisse weisen dennoch darauf hin, dass der Spirulina-Extrakt das mikrobiologische Gleichgewicht der Haut unterstützen kann.

Hinweise auf eine Verbesserung des Hautzustands

Neben den mikrobiologischen Veränderungen untersuchten die Forscher auch den sichtbaren Zustand der Haut.

Dabei zeigten sich erste positive Trends:

  • Die Fläche der behandelten Hautstellen nahm unter Anwendung des Spiralin®-haltigen Gels im Durchschnitt ab, während in den Vergleichsbereichen keine relevante Veränderung beobachtet wurde.
  • Zudem wurde bei einem Teil der behandelten Hautstellen eine deutliche Verbesserung des Schweregrads festgestellt: Bei etwa 26,3 % der Läsionen verringerte sich der Schweregrad um mindestens 50 %, bei rund 33,3 % sogar um mindestens 75 %.

Da es sich um eine kleine Proof-of-Concept-Studie handelt, sind weitere Untersuchungen notwendig. Die Ergebnisse liefern jedoch erste Hinweise darauf, dass spirulinabasierte Hautpflegeprodukte dazu beitragen können, den Hautzustand bei Neurodermitis zu unterstützen.

Gute Verträglichkeit

Sowohl das Spiralin®-Gel als auch das Vergleichsgel wurden gut vertragen. Nur wenige Teilnehmer berichteten über leichte lokale Hautreaktionen wie:

  • kurzzeitiges Brennen
  • milden Juckreiz

Schwere unerwünschte Reaktionen wurden nicht beobachtet.

Was bedeutet das für mich?

Die Studie zeigt erstmals, dass ein Gel mit Spiralin® das Hautmikrobiom bei Neurodermitis positiv beeinflussen kann.

Besonders interessant ist der Ansatz, nicht nur einzelne Mikroorganismen zu beeinflussen, sondern das natürliche Gleichgewicht der Hautflora zu unterstützen. Eine stabile mikrobiologische Vielfalt gilt als wichtiger Bestandteil gesunder Haut.

Leiden Sie unter empfindlicher, sehr trockener Haut oder Neurodermitis, kann eine Spirulina Creme daher eine sinnvolle Ergänzung für Ihre täglichen Hautpflege sein insbesondere, wenn Sie Wert auf eine natürliche Hilfe bei Neurodermitis sowie gut verträgliche Pflege legen.

Die Kraft der Alge

Heute bildet Spiralin® die Grundlage mehrerer Haut- und Nagelpflegeprodukte von Ocean Pharma, etwa in der Spirularin®-Produktlinie. Dort wird der Mikroalgenwirkstoff mit pflegenden Inhaltsstoffen kombiniert, um die Hautbarriere zu unterstützen und empfindliche Haut gezielt zu pflegen.

Ein Beispiel ist das Spirularin® HF Mousse, ein leichter Cremeschaum für sehr trockene und beanspruchte Haut. Der Schaum verbindet den Mikroalgenwirkstoff Spiralin® mit pflegenden Inhaltsstoffen wie 10 % Urea, die helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu binden und die Hautbarriere zu unterstützen. Gleichzeitig zieht das Mousse schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm: eine angenehme Pflege für den Alltag.

Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40913776/

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FAQ:


Ja. Neben der hier beschriebenen Neurodermitis-Studie untersuchen verschiedene wissenschaftliche Arbeiten die antimikrobiellen und antiviralen Eigenschaften von Spirulina-Extrakten sowie mögliche dermatologische Anwendungen.

Die klinische Studie deutet darauf hin, dass ein Gel mit Spiralin® das Hautmikrobiom bei Neurodermitis positiv beeinflussen kann. Dabei wurde unter anderem eine größere Vielfalt der Hautbakterien beobachtet.

Bei Neurodermitis ist das Gleichgewicht der Hautbakterien häufig gestört, und bestimmte Keime wie Staphylococcus aureus treten verstärkt auf. Ein ausgewogenes Hautmikrobiom kann dazu beitragen, die natürliche Schutzfunktion der Haut zu unterstützen.

Calcium-Spirulan ist ein natürlicher Bestandteil der Spirulina-Alge. Studien zeigen, dass diese Verbindung unter anderem die Anheftung bestimmter Viren an Hautzellen hemmen kann.

Spiralin® ist ein definierter Mikroalgenextrakt aus Spirulina platensis. Er enthält unter anderem Calcium-Spirulan, eine natürliche Verbindung, der antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden.